2021
Werksgespräch
Résistance
Hinter feindlichen Linien
Es gehörte Todesmut dazu, gegen die nationalsozialistische Besatzung im Norden Frankreichs Widerstand zu leisten. Das Nachbarland war nach militärischer Niederlage in eine besetzte und eine unbesetzte Zone zweigeteilt worden. Der erste Teil einer Trilogie, „Hinter feindlichen Linien“ erläutert die damalige politische Lage Frankreichs, präsentiert aber auch einen musikalischen Exkurs: Paris als musikalisches Zentrum in Europa entwickelte in der Résistance einen eigenen Manouche-Stil. Hörbeispiele durch das Duo Faltenreich illustrieren diesen Referatsteil plastisch. Berichte aus dem familiären Umfeld des Autors Helmut Stuarnig werden die Zuhörerschaft aufhorchen lassen.

Ausstellung
„Theresienstadt — Ort der Erinnerung und des Gedenkens“
„Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“. So klang der zynische Titel eines Propagandafilms der Nationalsozialisten im Dritten Reich. Gemeint war Theresienstadt in Tschechien. In dem Film wurde dem deutschen Volk in der Kinowochenschau vorgegaukelt, dass die Juden in Städte umgesiedelt würden, wo diese unter humanistischen Bedingungen leben könnten. Heute weiß man, was sich tatsächlich hinter dieser Propaganda verbarg: Ein Konzentrationslager.
Im April 2019 besuchte der Hamburger Filmemacher und Fotograf Thorsten Rosemann, die Gedenkstätte im Rahmen einer Prag-Reise.

Film
„Zwischen Fremden“
Eine Veranstaltung des Forums Kultur & Religion in Kooperation von KulturWerk Rahlstedt und Ev.-Luth. Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt.
Drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und doch so vieles gemeinsam haben, spielen in diesem Film die Hauptrollen. Alle drei leben in Toronto und sind besonders gut darin, ihre Gefühle zu unterdrücken, und besonders schlecht darin, Nein zu sagen. Doch dann bietet sich jeder von ihnen die Möglichkeit einer Veränderung. Sie stellen sich den Schatten ihrer Vergangenheit und machen sich auf in ein Leben, befreit von den Fesseln des Gewohnten.
Musikalisches Märchen
„Helli Hu“
Ausgebucht! In dem musikalischen Märchen „Helli Hu“ geht es um einen jungen Wolf, der in die Fremde zieht und vielerlei Erlebnisse hat.
Helmut Stuarnig an der Geige und Regine Münchow am Akkordeon machten Musik und erzählten die spannende Geschichte.

Vortrag
Ruth Eitle in der Ausstellung „Berühren“
In einem Vortrag mit Fotos und Bildern stellte Susan Nitsche, unterstützt durch einfühlsam vorgetragene Zitate von Christl Ivell-Singer, das Leben und Werk ihrer Mutter, der Tübinger Malerin Ruth Eitle (1924-1989) vor.
Das beeindruckte Publikum diskutierte danach intensiv – auch aufgrund eigener Erfahrungen – über das künstlerischet Selbstverständnis insbesondere von Frauen in dieser Umbruchszeit und die Herausforderung eines Lebens zwischen kreativem Ausdruckswillen und gesellschaftlichen Anforderungen.
Tobias Gohlis schreibt dazu: „…es war in jedem Fall ein großartiger Abend, der auch viel zum Zusammenhalt und der Selbstverständigung des KulturWerks Rahlstedt beigetragen hat“.

