2023
Swing Musik
Three little Words
„Drei kleine Worte“, „Three little Words“ ist der Titel gebende Song des gleichnamigen amerikanischen Film-Musicals. Uraufgeführt wurde die Filmbiografie über ein Songschreiber-Duo 1950 mit Fred Astaire. Viele Sänger interpretierten seither das Lied, hinter dem sich die drei schönen Worte „I love you“ verbergen.
„Three little Words“, so nennt sich auch die Swing-Band, die seit vielen Jahren die norddeutschen Bühnen beswingt mit klassischen Stücken aus den 30er und 40er Jahren. Es sind Gojko Bendel (Piano), Jürgen Dreffein (Saxofon), Ralf Pohl (Gitarre) und manchmal auch Christian Adzersen (Vibrafon). Auf ihrem Programm stehen schöne Balladen von Ben Webster wie von Benny Carter und etlichen anderen aus der Ära des Swing, die seinerzeit die großen Big Bands spielten. Let ́s swing again im KulturWerk Rahlstedt!

Stammtisch
Einmal im Monat
Unser Stammtisch! Klönschnack und Ideenschmiede für Mitglieder und Interessierte.

Mitglieder machen Programm
wortreich
Der Treffpunkt für Literaturliebhaber
Wir wollen uns über Neuerscheinungen oder Lieblingsbücher austauschen. Alle sind willkommen, um zu philosophieren und zu diskutieren oder auch nur zum Zuhören.
Veranstaltung: Monika Engel

Vortrag und Diskussion
Seefahrten mit Tiefgang
Bordseelsorger Edgar S. Hasse berichtet.
Weg in die weite Welt, eine Weile raus, mit den Wellen des Meeres wogen, die Seele baumeln und die Sorgen zu Hause lassen. Und auf Expeditionsreisen die Polarregionen der Arktis und Antarktis entdecken. Das wünschen sich Fernwehende, wenn sie auf Luxus-Schiffsreisen und Expeditionsfahrten gehen. Doch das Rundum-Sorglos funktioniert manchmal nicht so, wie es sich erholungsbedürftige und reiselustige Menschen vorstellen. Wenn Schweres auf dem Herzen liegt, die Seele auf See ins Trudeln gerät, dann ist anderes vonnöten: Tröstende Worte, Zuwendung, ein Gottesdienst und Gebete. Erst recht bei Windstärke 10.
Ausgewählte Reedereien sorgen sich um das Seelenheil ihrer Passagiere. Zuständig dafür sind Bordseelsorger. Einer von ihnen, der ehrenamtlich tätig ist, ist Dr. Edgar S. Hasse, evangelischer Theologe, Prädikant in der Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt und Redakteur beim Hamburger Abendblatt. Hasse ist seit 2010 regelmäßig auf Kreuzfahrtschiffen und auf Expeditionsschiffen unterwegs. Auch als Landeskundlicher Lektor und Kreuzfahrtjournalist. Dabei hält er Vorträge über Land und Leute, Kulturgeschichte und Ethnologie. Als Bordgeistlicher hilft er Menschen in Krisensituationen.
„Die meisten Menschen brauchen zum Glück einen Bordseelsorger nicht. Das wäre bei einer Zahl von 2800 Passagieren auch ein bisschen zu viel. Aber an den großen christlichen Feiertagen ist das Interesse an Religion groß“, sagt er.
Wie die Musiker und Schauspieler gehört Hasse an Bord zur Entertainment-Abteilung. Tatsächlich hat auch sein Job eine Menge mit Theater zu tun. In Eigenregie muss er mobil seine „Kirche“ und Gottesdienste inszenieren, bestenfalls im Theater. Im „Pastorenkoffer“ ist alles drin, was ein Prädikant auf Reisen zum Improvisieren braucht: Oblaten, Kreuz, Gesangbücher. Der Abendmahlwein kommt frisch vom Barkeeper. Musiker für die Kirchenlieder und musikalische Umrahmung stehen immer bereit.
Hasse hat viel zu berichten aus den weiten Kulissen der Kreuzfahrtschiffe, vor allem aus den eisigen Welten dieser Erde.
Vortrag mit Fotos, 45 Minuten, danach Diskussion.
Eine Kooperation des KulturWerks Rahlstedt mit der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt

Ausstellung
Buntes + Unbuntes
Auf dem Plakat schweben sie, in der Ausstellung stehen zwei Schuhe aus Styropor, die zeigen, was läuft. Der eine ist in vielen Farben bemalt mit Kreisen, Ecken und Linien-Mustern. Auf dem anderen sind ebenfalls viele Formen, nur kleiner und in Schwarz-Weiß. Der eine steht für die bunten Bilder von Joachim Knorr. Der andere für die unbunten von Anita Bauer, beide KulturWerks-Mitglieder, die für „Buntes und Unbuntes“ zusammengekommen sind.
Der Unterschied? Kleine Farbtheorie vorweg. Buntes=Farbiges dürften die Augen des normalen Betrachters klar vor sich haben: Alle Grundfarben Gelb, Rot, Blau, die mit Schwarz und Weiß gemischt werden können, also alle Farben samt Schattierungen. Als unbunt gelten Schwarz-Weiß, bei manchen auch Grau, weil sie keinen Farbton und keine Sättigung aufweisen. Ob Schwarz und Weiß nun Farben sind oder nicht, ob sie „farblos“ genannt werden dürfen, darüber streiten sich die Experten, ganz ohne Diskriminierungsabsichten.
Anita Bauer hat ihre eigene Definition des „Unbunten“ gefunden. Für die Rahlstedter Künstlerin sind es ihre Werke in nur einer Farbe + Untergrund. Mit dem Einfarbigen möchte sie einen Kontrast setzen zu den allgegenwärtigen „Farbüberflutungen“. Ihre Radierungen, Kaltnadel-Ätzungen und Tuschearbeiten stehen im „starken Gegensatz zur immer greller, farbiger und künstlicher erstrahlenden Welt“, sagt sie. Bauer zeichnet und malt unter anderem mit dem interessanten Material Moorlauge, einer Farbe, die aus abgestorbenen Pflanzen hergestellt wird und einen ganz besonderen Ausdruck hat. Das führt indirekt zu einem sehr berührenden Bild der Ausstellung aus ihren frühen, den 1960er Jahren. „Heimweh“ entstand nach einem Besuch in Amsterdam in einer Bar. Der traurige schwarze Mann, der ununterbrochen dieselbe Schallplatte mit afrikanischer Musik hörte, ließ sie nicht mehr los.
Joachim Knorrs Palette hingegen hat viele Farbtöne, die auf seinen Aquarellen und Acrylbildern leuchten. Auch bei ihm stößt der Besucher auf einen interessanten Menschen, der im Wald liegt. Ob er sich versteckt? Ist er ein Einsiedler? Ein Flüchtling? Oder ein „Waldeslust“iger, wie der Titel andeutet? Am besten selbst ansehen und herausfinden.
Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag, Samstag 11 bis 14 Uhr

