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Lesung: Hinter den Gittern verdorren die Blumen

Beschreibung

„Hinter den Gittern verdorren die Blumen“

Unter den Flüchtlingen, die aus dem Iran, Afghanistan und den arabischen Ländern fliehen, sind viele Frauen und Mädchen. Ihr Schicksal bleibt oft im Dunkeln verborgen und so tragen sie oft ihr Trauma mit in die neue Welt, in der ihnen kaum eine Stimme verliehen wird. Dies gilt es zu ändern.

Frauen im Iran wie auch in anderen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens werden sowohl durch Strafgesetz und die Familiengesetz-

gebung − als auch im täglichen Leben diskriminiert. Diese Gesetze führen dazu, dass häusliche Gewalt stärker als private „Familien-

angelegenheit“ betrachtet wird. Zudem sind Frauen und Mädchen nach wie vor kaum gegen sexuelle Gewalt und andere gewaltsame Übergriffe wie Früh- und Zwangsverheiratungen geschützt. Das betrifft ebenso die Vergewaltigung in der Ehe. Auf Grund des gesetzlichen Zwanges, ein Kopftuch (Rusari, Hidschab) oder gar einen Tschador zu tragen, stehen Frauen im Visier von Polizei und paramilitärischen Kräften (Pasdaran) und werden Schikanen, Gewalt und Inhaftierungen ausgesetzt. Nicht selten werden sie auch dafür von den Staatsorganen körperlich gezüchtigt.

 

Im Iran werden jedes Jahr eine hohe Anzahl von Hinrichtungen vollzogen. Darunter befinden sich auch viele Frauen und sogar Kinder, die aufgrund einer menschenverachtenden  Gesetzgebung ihr Leben lassen müssen. Das Völkerrecht verbietet die Anwendung der Todesstrafe gegen Personen, die zum Zeitpunkt der ihnen zur Last gelegten Tat das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Als Vertragsstaat des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte sowie des UN-Übereinkommens über die Rechte des Kindes hat sich der Iran dazu verpflichtet, keine minderjährigen StraftäterInnen hinzurichten. Laut dem bis 2018 amtierenden UN-Hochkommissar für Menschenrechte Zeid Raad al-Hussein warten momentan 85 Kinder im Iran auf ihre Hinrichtung.

 

Die Autorin und Dichterin Barbara Naziri liest zu diesem Thema noch unveröffentlichte Geschichten und Gedichte, die auf wahren Begebenheiten beruhen.

 

Eintritt frei

Veranstaltungsort

Standort:
KulturWerk
Straße:
Boizenburger Weg 7
Wann:
Mi, 17. April 2019, 19:30 Uhr

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